Rückblick auf die WBIF Online Team Championship

Zum siebten Mal hat die WBIF (früher EBIF) eine Teamweltmeisterschaft (vorher Europameisterschaft) ins Leben gerufen. So stieg auch die Teilnehmerzahl von anfangs 17 auf inzwischen 33 Teams. Und auch wenn die Masse der teilnehmenden Nationen noch immer zu Europa gehört, sind im Grunde (fast) alle Kontinente vertreten. Aus Nordamerika die USA, aus Südamerika Argentinien und Peru, aus Afrika Südafrika und aus Asien sind Israel, Iran und Japan vertreten. Es fehlt also nur Ozeanien und die Antarktis. Bei letzteres dürfte es allerdings schwer werden Teilnehmer zu finden.

Alles in allem kann man diesem Turnier eine gewisse Historie nicht mehr absprechen. Mit Japan und den USA sind in diesem Jahr auch die Backgammonsupermächte auf der Teilnehmerliste zu finden. So, ist definitiv auch der sportliche Wert gegeben.

 

Voller Motivation gingen unsere sechs Nationalspieler an die Bretter. Nach einem 4:1-Auftaktsieg gegen unsere Nachbarn aus der Schweiz kam jedoch schon in Runde 2 die Ernüchterung: Trotz einer PR von 2,82 verlor man gegen Russland knapp mit 2:3. Und auch Runde drei war recht eng: gegen die Rumänen war das Glück aber auf unserer Seite und man gewann das Match (trotz minimal schwächerer PR) mit 3:2. Ähnlich lief es in der kommenden Runde gegen Israel. Hier half jedoch ein kampfloser Sieg zum 3:2-Erfolg.

Anschließend ging es gegen Dänemark. Mit dem Team Trabolt, Myhr, Gronbech, Munk-Christensen und Lund war das vom Namen schon gewaltig, was an den virtuellen dänischen Brettern gegenübersaß. Nach einer Führung durch Bernhard Kaiser kam es im Spiel zwischen Lars Trabolt und Volker Sonnabend zum DMP. Diesmal war uns das Glück nicht mehr holt. Trabolt gewann und es stand 1:1, und auch die nächsten Matche gingen verloren. Ein letzter Sieg von Volker Schneider war dann nur noch Ergebniskosmetik zur 2:3-Niederlage. Damit war auch das zweite Leben in dem Turnier aufgebraucht und ab sofort hatten die Nationalspieler bei jedem weiteren Match das Turnieraus vor Augen.

 

Mit dem K.O. im Rücken beginnt nun aber ein Lauf: Es folgen gleich drei 4:1-Erfolge in Serie. Leidtragende sind Island, Tschechien und Georgien. In Runde 9 dann das Aufeinandertreffen auf die unbesiegten Japaner. Aber, der Lauf der Deutschen geht weiter: Wie hochklassig das Match war zeigen die nackten Zahlen. Die PR von beiden Mannschaften liegt bei 3,3. Volker Sonnabend schafft in seinem Match sogar eine PR von 0,83. Zugegeben, es wurden in dieser Begegnung durch Dopplerentscheidungen nur zwei Spiele über jeweils 8 Punkte gespielt. Aber dennoch…. Grandios von beiden Spielern (!) gespielt und auf jeden Fall ein nachträgliches Anschauen im YouTube-Kanal des DBGV wert. Aber, nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so hieß der Gegner in der anschließenden Runde schon wieder Japan. Volker Schneider und Andreas Hofmann erspielten dann eine 2:0-Führung und man konnte guter Dinge auf die Fortsetzung des Laufes sein. Aber, jeder Backgammonspieler wird das kennen: Man spielt gut, aber es läuft halt nicht mehr. So auch für unsere Jungs: 3 Niederlagen in Folge ergab eine 2:3-Niederlage und das schon seit 5 Runden über den Köpfen der Spieler schwebende Aus. Für die Mannschaft sprang zum Schluss die Bronzemedaille heraus und die Erkenntnis dem neuen Weltmeister, den Japanern die einzige Niederlage beigebracht zu haben. Diese können sich übrigens als verdienter Weltmeister fühlen, denn auch deren PR ist mit 3,55 die Beste. Glückwunsch an die Japaner und auch an die Norweger, die Rang 2 belegen konnten.   

 

Hier noch ein Blick auf die Einzelergebnisse der Nationalmannschaft: Volker Schneider erzielte 7:2 Siege, Marcel Jochem 6:2, Volker Sonnabend und Torsten Lux 6:3, Bernhard Kaiser 5:2 und Andreas Hofmann 2:6.


Für alle, die jetzt noch mehr lesen und sehen möchten:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0