Nominierung der Nationalmannschaft für die Team-WM in Frankreich vom 06. – 12. Januar 2020 in Forges les Eaux

03.08.2019 [dbgv]

 

Der Vorstand des DBGV hat das Nominierungsverfahren für die Nationalmannschaft aus 2019 in einigen Punkten verändert. 

 

Im ersten Schritt erstellen wir eine Kandidatenliste. Die Kandidaten müssen Mitglieder im DBGV sein, einen deutschen Pass haben und in den letzten 12 Monaten mindestens eine von den folgenden Kriterien erfüllt haben:

 

  • Alle die zwischen Juli 2018 und Juni 2019 mindestens einmal unter den Top 30 der deutschen Rangliste waren mit einem Erfahrungswert über 1000 
  • Die Viertelfinalisten der Deutschen Backgammon Internet Meisterschaft
  • Der Ersteder Ranglisten 2018 bzw. 2018/19 der Regionalturniere Hamburg, Hannover, Berlin, Dortmund, Frankfurt, Mannheim, Freiburg und München. 
  • Die ersten 20 der EBIF-PR-Rangliste mit mindestens 25 gewerteten Matchen vom 01.07.2019
  • Die Teilnehmer der Team-Welt-/Europameisterschaften der letzten 2 Jahre
  • Die Halbfinalisten des DBGV Pokals 2019
  • Viertelfinalisten der Deutschen Meisterschaft aus 2019
  • Spieler mit herausragenden Ergebnissen bei großen internationalen Turnieren in den letzten 12 Monaten

 

Alle Kandidaten werden von uns persönlich per Email eingeladen, sich für einen von den acht Plätzen in der Nationalmannschaft zu bewerben. Wenn sie zustimmen nehmen wir sie auf die Bewerberliste.

 

Alle Bewerber haben die Möglichkeit an einem von zwei Live - Qualifikationsturnieren teilzunehmen, hiermit wird der Wettbewerb gefördert und weniger bekannte Spieler bekommen die Chance auf sich aufmerksam zu machen. Die Turniere sind an folgenden Wochenenden geplant:

  1. Qualifikationsturnier: 21. – 22. September 2019 im Rhein-Main-Gebiet
  2. Qualifikationsturnier: 12. – 13. Oktober 2019 in Berlin

Beide Turniere werden unter BMAB-Bedingungen gespielt, d.h. alle Matche werden aufgenommen und analysiert. Der Gewinner (bei gleichen Siegen zählt die PR) und die zwei PR-Besten von jedem Turnier qualifizieren sich direkt für die Nationalmannschaft. 

 

Die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier ist nicht verpflichtend,allerdings unterstreicht sie den Willender Bewerber sich für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Die Qualifikationsturniere finden nur statt, wenn sich mindestens 8 Teilnehmer anmelden. Für beide Turniere wird ein Startgeld von 30,- € erhoben, allerdings gibt es keine Gewinnausschüttung. Die Startgelder werden zur Förderung der Nationalmannschaft eingesetzt.

 

Nach den Qualifikationsturnieren wählt der Vorstand des DBGV weitere 2 Teilnehmer aus der Bewerberliste, wie in den letzten Jahren werden wir alle verfügbaren Informationen über die Spieler in unsere Bewertung mit einfließen lassen.

 

Sollten dann noch Plätze vakant sein, wählt das bis hierher bestimmte Team die weiteren Mannschaftsmitglieder.

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Kommentare: 2
  • #1

    Jürgen Feiler (Mittwoch, 07 August 2019 08:57)

    Ich finde das Nominierungsverfahren und die Möglichkeit, sich über eine Kandidatenliste qualifizieren zu können, sehr gut. Ihr habt da ein tolles Verfahren etabliert.

    Allerdings wundere ich mich darüber, dass eine Qualifikation für die Kandidatenliste online wesentlich einfacher zu sein scheint als.live, und das für ein Live-Turnier. Anbei daher ein paar Gedanken und Fragen, die mir beim Lesen durch den Kopf gegangen sind. Evtl. findet ja der eine oder andere Gedanke oder eine Verbesserung/Variante davon Eingang in das Nominierungsverfahren für 2020.

    - Bei der Live-Rangliste benötigt man 1000 Erfahrungspunkte (einmal am Ende der Frist oder in dem Monat, in dem man unter den Top 30 ist? Geht es um die Top 30 der deutschen Spieler nachdem die ausländischen Spieler herausgenommen wurden oder bis Ranglistenplatz 30?). Dies entspricht einem Erfahrungsschatz von 91 11er-Matches. Da die Consolation mit weniger Matchpunkten gespielt wird, wird man mindestens 30 Turniere vorweisen müssen, um dies erreichen zu können. Dagegen steht die Forderung von gerade einmal 25 Matches (nicht Turnieren! In der Lottery werden 5er Matches gespielt!), um sich über die online-PR (welche PR gilt? Die der letzten 25 Spiele oder die Gesamt-PR? Sind mit "die ersten 20 der EBIF-PR-Rangliste" alle Deutschen Spieler bis Ranglistenplatz 20 gemeint oder die ersten 20 deutschen Spieler, nachdem die ausländischen Spieler herausgenommen wurden?) qualifizieren zu können. Ein Erfahrungsschatz von z.B. 2000 Punkten (wird bei der EBIF-ELO-Rangliste mitgeführt; online kann man öfter spielen) wäre m.E. im Hinblick auf die Live-Regelung gerechtfertigt.

    - Es qualifizieren sich die Halbfinalisten des DBGV Pokals und die Viertelfinalisten der DBIM. Die DBIM ist ein Turnier mit einer 10rundigen Vorrunde, evtl. hat man in Runde 1 ein Freilos. Gerade in der Runde der letzten 32 gibt es in der Endrunde einige Freilose. Mit ein wenig Glück qualifiziert man sich mit 6 Siegen, 3 Verlusten + 1 Freilos (=7 Punkte) in der Vorrunde und 1 Freilos in der Endrunde + 1 Sieg im Achtelfinale für die Kandidatenliste. Dagegen erscheint es mir deutlich schwerer und zeitaufwändiger zu sein, die Rangliste einer Regionalturnierserie mit Platz 1 zu beenden. Bei der internationalen Besetzung und dem Spielmodus (Main+Consolation) erscheint mir auch das Erreichen des Viertelfinals bei der Live DM wesentlich schwieriger, als bei der DBIM, zu 3 Verlusten kommt es bei der DM erst gar nicht.

    Ich finde die Art und Weise der Qualifikation für die Kandidatenliste einfach Klasse, damit haben mehr Leute eine Chance und der Wettbewerb wird erhöht. Ob sich der Gewinner eines Qualifikationsturniers unabhängig von der gespielten PR für die Nationalmannschaft qualifiziert, wird ja eh kontrovers diskutiert. Ebenfalls interessant wird die Erfahrung hinsichtlich Stabilität vs. Wettbewerb sein, gleich 6 von 8 Plätze (das sind immerhin 75%) in 2 Qualifikationsturnieren für eine Team-Weltmeisterschaft zu vergeben. Immerhin kann in einem solchen Turnier alles mögliche passieren und die Kandidatenliste ist recht breit gefächert...

    Ich wünsche allen Kandidaten viel Glück und gute Würfe!

  • #2

    Volker Sonnabend (Freitag, 09 August 2019 10:51)

    Hallo Jürgen, danke für deine Anmerkungen.

    Die Kriterien gelten allgemein für nicht bereinigten Teilnehmer, d h. Wir nehmen die ersten 20 der EBIF ELO-Rangliste und eliminieren dann alle Nichtmitglieder. Genauso verfahren wir bei der DBR.

    Eine gute Idee für das PR Kriterium die EBIF ELO-Rangliste hinzuzuziehen, darauf sind wir gar nicht gekommen. Das werden wir diskutieren, da es sicherlich sinnvoll ist die Experience mit einzubeziehen.

    Das der Vorstand nur 2 Kandidaten auswählt hat mit der Kritik aus dem letzten Jahr zu tun. Da wurden uns zu viele Einflussmöglichkeiten attestiert. Wir denken bei den 4 PR Besten der 2 Qualifikationen werden bestimmt einige bekannte Gesichter dabei sein, sodass wir nicht ein komplett neu besetztes Team erhalten.
    Nichts ist in Stein gemeißelt, deshalb sind wir wirklich sehr froh speziell über solch fundierte Überlegungen. Wir werden alles diskutieren um den Prozess zu optimieren.