Hannover-Cup | Bericht zum 3. Turnier

 

Zum dritten Turnier im Jahr bei Kaiserwetter fanden sich 14 Spieler im Walk Inn ein. Das ist leider Minusrekord für die letzten 2 Jahre. Das lag sicher zum einen am schönen Wetter, zum anderen wohl auch an einer gewissen Spielmüdigkeit (eine Woche zuvor starteten einige Hannoveraner bei den deutschen Meisterschaften).

 

Nichtsdestotrotz haben wir ein munteres Turnierchen gespielt. Wir hatten uns entschieden, trotz der eigentlich zu niedrigen Teilnehmerzahl  für die lezten 6 aus der Vorrunde eine Consolation anzubieten, für die ich mich souverän qualifizierte mit einem Sieg aus 5 Matches der Vorrunde :)

In der letzten Runde war ich chancenlos gegen einen wie entfesselt aufspielenden Franz Gräper, der sämtliche Vorrundenspiele gewinnen konnte. Doch direkt nach unserem Spiel verließ er fluchtartig das Lokal!  Er hatte wohl einen wichtigen Termin verschwitzt ...

 

Somit gab es im Turnier nur noch einen Mann mit weißer Weste, Juri Alper.  Und der zog dies bis zum Ende durch und konnte das Turnier mit 8 Siegen en Suite auch gewinnen!

 

Außer vom Finale habe ich vom Turnier sonst wenig mitbekommen, da ich in der Consolation eine Vorrunde spielen musste, dort dann bis ins Finale kam und nach sehr langem Kampf (verursacht vor allem durch größere Denkpausen von mir) Manfred Suhr unterlag.  Glückwunsch, Manfred!

 

Im Halbfinale besiegte Juri Georg Lachnit-Winter, der in der Woche zuvor in Niedernhausen groß aufgespielt hatte und sich dort den dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften gesichert hatte!

 

Das zweite Semifinale zwischen Ulf Janik und Yusuf Yalcin muss wohl den Berichten nach extrem spannend gewesen sein. Am Ende behielt Ulf die Nase vorne.

 

Somit trafen sich im Finale ein Spieler (Juri), der durch das Turnier spaziert ist und einer (Ulf) der nach drei Niederlagen zu Beginn schon so gut wie weg vom Fenster war und sich dann durchgekämpft hatte.   Eine klare Sache also?  Mitnichten!

 

Das Match wurde von beiden Seiten sehr vorsichtig geführt, nur ein einziger Doppler wurde angenommen. So wogte das Spiel hin und her, bis zu einem 8 zu 7 Vorsprung für Ulf. Es kam zu folgender Stellung (Crawford):

Ulf warf eine 4-4 und blieb mutig mit einem Stein auf der 21 stehen, um vielleicht noch einen Schuß zu erhalten und das Match zu gewinnen. Die Hasenfuß-Variante, auf den Sieg in dieser Partie zu verzichten und gegen das Gammon rauszulaufen war hier jedoch angezeigt. Ein Gammon verliert gleich das ganze Match, und selbst wenn er noch einen Stein von Juri trifft, ist ein Gewinn noch in weiter Ferne mit seinem zerrupften Board.

 

Die Strafe von Juri war fürchterlich! Eine 5-3 gefolgt von langem Tanzen...  Am Ende bekam Ulf sogar noch einen Schuß, verfehlte aber und musste das Match konzedieren.

 

Glückwunsch dennoch an beide Finalisten!  Juri führt nun die Jahreswertung klar an, und Ulf hat sich auf den zweiten Platz vorgespielt.

 

Und Juri ist zusätzlich auch noch amtierender A7 Meister! (ist ein Insider...)

 

Bis zum nächsten Mal,

 

Euer Bernhard