3 Vize-Weltmeister dominieren die Hamburger Meisterschaften

[tka] Schon Tage vor dem Jahresendturnier stand die Hansestadt ganz im Zeichen vom Backgammon. Zum einen hatte der deutsche Backgammon-Verband seine Jahrestagung einen Tag zuvor in Hamburg ausgerichtet, zum anderen kamen die auswärtigen Spieler schon am Donnerstag und Freitag zum Warm-Up in die Glocke. Mit 61 Spielerinnen und Spielern konnten wir diesmal einen neuen Teilnehmerrekord aufstellen – dafür vielen Dank an Euch alle!

 

Die Top3-Spieler unserer Rangliste – Philip Kazemieh, Gottfried Förschner und Lutz Hein, bekamen nicht nur einen Geldpreis für ihre Platzierung in unserer Jahresabschlusstabelle, sondern wurden auch als einzige Spieler für die Runde der letzten 32 gesetzt. Für seinen furiosen Sieg bei unserem Oktober-Turnier  erhielt Peter Bauer einen Pokal für den besten Rookie und Dr. Peter Schroeder erhielt die Trophäe für den Rückkehrer des Jahres. Daneben gab es ein Kartenspiel mit einer Auswahl seiner ausdrucksstarken Fotos für unseren Turnierfotografen Martin Krömer. Herzlichen Glückwunsch noch einmal an alle prämierten Spieler!

Anders als gemeinhin üblich werden beim Hamburger Turnierformat die Begegnungen nicht ausgelost, sondern anhand der Platzierungen in der Hamburger Rangliste gesetzt. Alle Verlierer aus der Hauptrunde, die noch nicht im Geld sind, haben dann noch einen garantierten Platz in der Consolation. Auch hier entscheidet nicht das Los, sondern zwecks Reduzierung der Wartezeit die Reihenfolge des Ausscheidens. Analog wird bei der Last Chance verfahren, wobei hier nur für diejenigen ein Platz garantiert wird, die bis dahin maximal 3 Spiele absolviert haben.

Trotz Freilos in der Hauptrunde gelang es Philip als einem der Ersten, sich für die Last Chance zu qualifizieren. Hier marschierte er seelenruhig ins Finale und bezwang dort auch noch Daud Abed. Somit hatten wir bereits vor 23:00 Uhr die Last Chance als erstes beendet, während es in den anderen Kategorien noch 3 Stunden länger gehen sollte – auch das gibt’s wohl nur in Hamburg.

In den Halbfinalpaarungen der Hauptrunde konnten sich die Hamburger Spieler diesmal nicht durchsetzen. So unterlag sowohl unser Oldie Toni Theimer gegen Helmut Jeske als auch Uli Buse gegen Jürgen Schettler. Nun kam es im Finale zum Duell von Bad Pyrmont gegen Bonn, in dem sich der Vize-Weltmeister Intermediate Helmut Jeske souverän behaupten konnte und den Titel Hamburger Meister 2018 errang – herzlichen Glückwunsch!!!

 

In der Consolation musste Uli Koch lange auf seinen Finalgegner warten, nicht zuletzt deshalb, weil unser hochgeschätzter Präsident Volker Sonnabend mit traumwandlerischer Sicherheit immer genüsslich auf dem kritischen Turnierzeit-Pfad wandelte. Letztlich konnte sich Tobias Hellwag in einem spannenden Match gegen Christoph Wagener ins Finale vorkämpfen und bezwang dort im letzten Spiel des Tages auch den Vize-Weltmeister von 1984 – Chapeau! Damit hat Tobias wohl eindrucksvoll seine eigene These widerlegt, wonach es beim Backgammon keinen Glücksfaktor gäbe.