Bericht zum 8. Turnier um den Hannover-Cup

[bka] So, jetzt muss ich - nach langer Durststrecke - zum zweiten Mal in Folge über meinen eigenen Turniersieg berichten, was mir ziemlich schwerfällt.. Wenn ich nächsten Monat das Triple hole (und das habe ich fest vor), muss mich jemand beim Schreiben vertreten, natürlich mit den entsprechenden Lobeshymnen!

 

Dabei hatte es gar nicht gut angefangen. In Runde Eins kam ich gleich gegen meinen Angstgegner, Daniel Meyer. Trotz aller Anstrengungen meinerseits setzte es die gefühlt zehnte Niederlage in Folge.  Wenn ich das nächste Mal gegen Daniel komme, gebe ich lieber gleich auf und nutze die Zeit anderweitig!

 

Apropos anderweitig: Insgesamt 20 Spieler waren willens, ihre freie Zeit am Samstag zu nichts Anderem zu nutzen als zur Teilnahme an unserem Turnier (dieses Mal übrigens ausnahmsweise im ViVa).  Das freut uns, bedeutet es doch wieder eine steigende Tendenz!  

 

Auch zwei neue Gesichter konnten wir begrüßen. Zum Einen den Hannoveraner Axel Konrad, der bei seiner ersten Teilnahme gleich bis ins Halbfinale vorstieß und das Finale nur denkbar knapp verpasste (siehe unten). Tolle Leistung, Axel! Wir hoffen, dass Du zum Stammspieler wirst bei uns.

 

Zum Anderen gab sich Tobias Hellwag die Ehre, bei uns vorbeizuschauen. Der bekannte Spitzenspieler aus Berlin ist sonst eher bei großen internationalen Turnieren zu finden.

 

Dass aber auch in Hannover eine raue Luft weht, bekam er in den ersten drei Runden zu spüren, die er allesamt verlor (unter anderem - natürlich - gegen Daniel Meyer)!

 

Zwar konnte er noch Schadensbegrenzung betreiben und die letzten beiden Matches gewinnen, musste aber letztlich früher als erwartet die Heimreise antreten.

 

Schön, dass Du da warst, Tobi und komm gerne mal wieder; dann läuft's auch garantiert besser!

 

Im Turnier konnten sich mit jeweils vier Punkten 5 Spieler direkt für das Viertelfinale qualifizieren: Kadir Celik, Daniel Meyer, Andreas Kanrad, Axel Konrad (AKK!) und Oliver Hauk.

 

Weitere 5 Spieler kamen auf drei Punkte, von denen 2 mittels Mini-Matches "ausgesiebt" werden mussten.  Dabei erwischte es ausgerechnet die alten Hasen Gerd Lingnau und Juri Alper. In die KO-Runde schafften es Peter Gäbler, Detlev Paashaus und Euer Berichterstatter.

 

Von den anderen Viertelfinals kann ich leider nichts berichten; zu beschäftigt war ich mit meinem eigenen gegen Oliver Hauk. Hier ging es hin und her, bis ich beim Stand von 5 zu 6 (Crawford) ein glückliches Gammon gewinnen konnte.

 

Mein Semifinale gegen Andreas Kanrad verlief da deutlich glatter (zu stark meine Päsche in den richtigen Momenten..), so dass ich noch das Ende des zweiten Halbfinals miterleben konnte. Beim Stand von 6 zu 6 (DMP) spielte Peter Gäbler schon aus gegen den 1er Punkt seines Gegners Axel Konrad, musste aber plötzlich einen Doppelschuss geben, ... den Axel verfehlte!

 

Somit stand Peter, der sich etwa ein Jahr Turnierpause gegönnt hatte, bei seinem Comeback gleich im Finale!

 

Dieses war sehr spannend und wogte hin und her. Beim Stand von 7 zu 6 für mich (auf 9)

nahm ich einen sehr gut getimten Doppler von Peter an, und konnte am Ende nur mit letzter Mühe ein Gammon und die Niederlage vermeiden. Dann wiederum hatte ich meinen Gegner beim Stand von 7-8 Gammon am Wickel.. und ließ ihn noch entwischen.

 

Somit kam es zur DMP Partie, die spannender kaum hätte sein können. In folgender Stellung musste Peter (Weiß) eine 3-1 spielen, und schlug auf dem 1er Punkt (4/1*, 6/5).

Ich traf mit einer 1-5, Peter tanzte und ich warf rechtzeitig eine 6, musste aber beim Ausspielen nochmal einen Schuss lassen .... den Peter verfehlte!

 

Einige Zuschauer kritisierten Peter für das Schlagen; er solle doch lieber sicher spielen (6-2) oder (13/12, 6/3).

 

Eine Befragung von eXtreme Gammon ergab jedoch, dass Schlagen klar richtig ist!

 

Jede 1 von mir (außer 6-1) reißt mein Heimfeld auf, und Peter bleibt immer noch Favorit. Und die Gefahr einer 6 von mir nach dem sicheren Spiel ist zu groß, da ich im Rennen vorne liege.

 

Also alles richtig gemacht, Peter, und Pech gehabt!

 

Auch insgesamt bescheinigt uns beiden Xtreme Gammon eine ordentliche Leistung, und das zu später Stunde!  Danke für das schöne Match, Peter, und vor allem, dass du Daniel für mich im Viertelfinale aus dem Weg geräumt hast!

 

Das Einzige was ich aber doch sehr vermisste in den K.O. Runden war die lautstarke orientalische Begleitmusik, die sonst im ViVa immer abends einsetzt, dieses Mal aber ausblieb ;-)

 

 

Bis zum nächsten Mal (dann wieder im Walk-In)

 

Euer Bernhard

Weitere Fotos des Turnieres von Bernd Lütz gibt es auf der Homepage des Hannover-Cups: https://www.hannover-backgammon.de/turnierberichte/