Artikel aus dem TIP Verlag vom 22.03.2018

Michael Weidner mit seinem „Glücksboard“ inmitten des deutschen Teams. Foto: oh
Michael Weidner mit seinem „Glücksboard“ inmitten des deutschen Teams. Foto: oh

Lampertheim hat einen neuen Backgammon „Nationalspieler“

Michael Weidner wurde für das Dreinationenturnier nominiert

LAMPERTHEIM – Von einem spannenden Wochenende konnte Michael Weidner berichten, der für den Dreiländerkampf zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz nominiert wurde. Sechser-Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich vomAnfang März in Mutters in Österreich zum Dreiländerkampf im Backgammonspiel. Die Teams der drei Länder wiesen eine Mischung aus bekannten Spitzenspielern und engagierten Hobbyspielern auf. Der „Captain“ für Deutschland war Volker Sonnabend (Deutschlands Ranglisenerster) und mit Jürgen Orlowski, der gerade erst das größte Backgammon-Turnier der Welt mit 400 Teilnehmern gewonnen hatte, war auch ein Weltklassemann mit von der Partie. Am Freitagabend wurden zunächst zwei Runden Beratungsmatches-Matches gespielt, wobei jede Nation mit zwei Dreier-Teams antrat. Das ehrgeizige und gut aufgestellte Team Austria gewann alle vier Matches und kassierte dafür acht Punkte, während Deutschland zwei Matches gewann und die Schweiz ohne Sieg blieb. Am Samstag standen dann Einzel-Matches auf jeweils neun Punkte auf dem Programm. Die Österreicher verteidigten ihren Vorsprung und hielten Titelverteidiger Deutschland auf Abstand. Als dritte Disziplin wurde Speed-Gammon gespielt: Fünf-Punkte-Einzelmatches mit zehn Sekunden pro Zug und zusätzlich zwei Minuten für das gesamte Match. Auf diesem Wettbewerb hatten die Deutschen große Hoffnungen gesetzt und eine Aufholjagd angekündigt. Am Ende der drei Durchgänge hatten die Österreicher ihren Vorsprung aber verteidigt. Die Schweizer waren nicht in der Lage den beiden Teams Paroli zu bieten, ihr Rückstand wurde immer größer. Der Zwischenstand am Samstagabend: Österreich 29, Deutschland 26, Schweiz elf Punkte.

Am Samstagabend stand die vierte Disziplin auf dem Programm. In zwei Durchgängen wurden Mini-Matches „Best of three“ mit Double Match Points gespielt, also ohne den für Backgammon berüchtigten Dopplerwürfel. Diese entwickelten sich zur Aufholjagd der deutschen und zum Highlight für Michael Weidner. Im letzten laufenden Spiels des Abends gelang es ihm den Österreicher Andreas Draxler zu besiegen. Somit ging Deutschland am Samstagabend als Gruppensieger in die Finalrunde. Die Finalspiele wurden als Team-Beratungsmatches auf elf Punkte ausgetragen. Deutschland hatte sich als Gesamtsieger der Vorrunden für das Endspiel qualifiziert, während Österreich und Schweiz das Halbfinale bestreiten mussten. Österreich konnte das entscheidende Match zu seinen Gunsten entscheiden. Im Finale sah es nach einer klaren Sache für Deutschland aus. Mit einem Punkt Vorsprung aus der Vorrunde gestartet, gewann die Mannschaft auch die nächsten Partien und stand kurz vor dem Sieg, als ein Sechser-Pasch die Mannschaft in Not brachte. Der erzwungene Zug ließ einen „Blot“ auf dem Fünfer Punkt und erneut konnte Österreich die Fünf treffen und damit die Wende einleiten. Nun zeigte sich der Unterschied zwischen einem Schachspiel und einem Backgammonmatch: Beim Backgammon schätzt man, dass rund 30 Prozent dem Würfelglück zuzurechnen ist, bei annähernd gleicher Spielstärke der Gegner. Auch wenn Deutschland am Ende des Spiels eine gute Fehlerrate von 5,11 aufwies und Österreich nur eine mittelmäßige 11,5 – das Finale gewann Österreich. Damit gelang ihnen auch die Revanche für die Niederlage letztes Jahr. Trotz der Niederlage zog Weidner eine durchweg positive Bilanz von seinem ersten Wochenende als Nationalspieler. Für ihn persönlich bleibt die Bilanz mit sieben von zehn Punkten auf dem geteilten zweiten Platz der Einzelspielerwertung gelandet zu sein. Sein erfolgreiches Match gegen Georges Grünbaum kann man auf dem Youtubekanal des deutschen Backgammonverbandes verfolgen. Wenn es weitere Lampertheimer gibt die sich für Backgammon interessieren, dürfen sie sich gerne mit Michael Weidner in Verbindung setzen. Gerne berichtet er vom Backgammon als Turnierspiel und zeigt wie man selbst zum Turnierspieler werden kann. Kontakt über Facebook oder Email michaelweidner@gmx.de. Zg

 

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