42. Backgammon Weltmeisterschaft

[vso] Die 42. Backgammon Weltmeisterschaft in Monte Carlo ist Geschichte. Auf den Tag genau 40 Jahre nachdem der letzte französische Weltmeister gekürt wurde, das war Jon Noel Grinda im Jahr 1977, hat Didier Assarf den Titel für Frankreich erspielt. In einem spannenden Finale besiegte er Petko Kostadinov aus den USA, der auch schon im Finale der „Unbesiegten“ das Nachsehen gegen Didier hatte.

 

Die WM in Monaco ist ein ganz besonderes Turnier, denn nur hier kann man Weltmeister werden. Auch der Veranstaltungsort verspricht einiges, tolles Wetter, ein schönes Ambiente, viele interessante Wettbewerbe und Teilnehmer aus der ganzen Welt.

 

Dafür ist es aber auch nicht billig die Woche an der Cote d'Azur zu verbringen. Wer im Fairmont-Hotel übernachtet, der kalkuliert im Geiste wahrscheinlich schon mal einen Geldpreis ein. Ich hatte mit Ingrid ein Appartement in Beausoleil gemietet, das kostete die Woche nur 600 Euro. Dafür mussten wir in der Nacht etwa 15 Minuten den Berg hoch, was uns aber durch einige öffentliche Aufzüge versüßt wurde. Die Lebenshaltungskosten sind speziell wegen dem Appartement mit Zuhause zu vergleichen. Also warum sich nicht mal diese spannende Woche gönnen?

 

Wer es wagt hat eine große Auswahl an Wettbewerben.

Championship-, Advanced-, Intermediate- und Novice-Flight

 

Als Side-Events gibt es noch:

Super Jackpot

Speedgammon World Championship

Seniors World Championship

Doubles World Championship

Monte Carlo World Federation Cup

Juniors Tournament

Ladies World Championship

Belair Team World Championship

Calcutta Auction

 

und jede Menge Jackpots

 

Noch Fragen offen?

 

Die Veranstalterin ist seit einigen Jahren die Amerikanerin Patti Donner-Rubin. Die Organisation hat vor 2 Jahren der bekannte Turnierleiter Arda Findikoglu aus der Türkei übernommen, aus meiner Sicht eine hervorragende Entscheidung.

 

Der Modus in den Hauptwettbewerben ist das Doppel-KO-System mit einem Ungeschlagenem Feld und einer progressiven 2. Chance. Wer hier keinen der Geldränge erreicht kann sein Glück noch in der Consolation und dann in der Last Chance versuchen.

 

Die Side-Events werden im einfachen KO-Modus ausgespielt.

 

Viel Arbeit für das Organisations-Team, aber wie immer hatte dieses alles im Griff und auch der Zeitplan wurde ohne Probleme eingehalten. Vielen Dank für eine super organisierte Veranstaltung!

 

 

Jetzt aber mal zu dem Abschneiden der deutschen Teilnehmer.

 

 

Im Championship-Flight waren unter den 187 Spielern 15 Deutsche. Unter die letzten 32 bei den Ungeschlagenen schaffte es Jürgen Schettler, unter die letzten 16 Maik Stiebler und sogar unter die letzten 8 Kimon Papachristopoulos. Übrigens alle 3 Spieler auch im Vorstand des DBGV, eventuell lohnt sich ja das Engagement diesbezüglich. Leider schaffte es kein Deutscher sich über die 2. Chance auf einen der 8 Geldränge zu schieben. Auch in der Consolation haben wir nichts Zählbares erreichen können. Aber in der Last Chance schaffte es der Hamburger Senior Thomas Kazemieh sich aus einem 256-Feld heraus den Titel zu ergattern. Alle die Daumen gedrückt hatten wurden anschließend im Café Paris mit Cocktails und weiteren Getränken belohnt. Dafür natürlich noch einmal vielen Dank!

 

Im Intermediate-Flight kamen 4 der 44 Teilnehmer aus Deutschland. Michael Urban aus München konnte den Weltmeistertitel nach Hause holen. Er gewann das Ungeschlagenen-Feld gegen Laura Monaco und das anschließende Finale gegen Martin DeBruin, der sich über die 2. Chance qualifiziert hatte. In der Last Chance konnte Helmut Jeske aus Bad Pyrmont das Finale der Last Chance erreichen. Herzlichen Glückwunsch an Beide.

 

Auch der Super-Jackpot erfreute sich bei den deutschen Teilnehmern großer Beliebtheit. Von den 56 Startern waren 10 aus Deutschland. Bei so viel Präsenz war es nicht verwunderlich, dass es zwei von ihnen bis in das Halbfinale schafften. Während ich dort, natürlich sehr unglücklich, an meinem dänischen Gegner Kelt Dyrmose scheiterte, gewann Stephan Hartmann aus Darmstadt gegen Michihito Kageyama aus Japan in einem wahren DMP-Krimi und qualifizierte sich so für das Finale. Leider gewann Kelt auch gegen Stephan und verwies ihn somit auf den 2. Platz. Trotzdem ein großer Erfolg.

 

In den weiteren Side-Events konnten Spieler aus Deutschland leider nichts Zählbares mehr erreichen. Aber genug Spaß hatten glaube ich alle, deshalb werden viele auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.