Bericht zum 4. Turnier des Südbaden-Cup 2017

[Bericht bei suedbaden-cup.de zum 4. Turnier des Südbaden-Cup 2017]:

 

Ein mit 6 Teilnehmern rund besetztes Turnier stand bei den Beginners an. Ruth Siebler musste hier lediglich ihr Gruppenmatch gegen Antonia Oehlert knapp abgeben, blieb ansonsten jedoch durchgängig auf der Gewinnerseite. Damit war sie als beste nach der Gruppenphase direkt im Finale. Wer sich noch dazu gesellen würde musste erst eine 1-Pointer Entscheidung klären: Sowohl Brigitte Grotz als auch Antonia Oehlert hatten jeweils drei der fünf Partien gewinnen können, waren also punktgleich. Nachdem sie zuvor beim Gruppenmatch noch ganz knapp unterlegen war, gelang es Antonia Oehlert, sich im 1-Pointer gegen Brigitte Grotz durchzusetzen und war somit die Finalgegnerin von Ruth Siebler. Diese hatte im Finale schließlich etwas mehr Glück als im vorangegangenen Match gegen Antonie Oehlert und durfte sich damit über ihren ersten Turniersieg freuen. Nach diesem Erfolg liegt Ruth Siebler nun auf dem zweiten Platz der Rangliste und ist vor allem deutlich näher an die nach wie vor Erstplatzierte Winny Dahlmann herangerückt.

 

Mit genau 16 Teilnehmern wurden im Intermediate in den vier Gruppen wie beim vorangegangenen Turnier sämtliche Matches auf 9 Punkte gespielt. Diesmal gab es aber keine zweite Chance: Nur die Gruppenersten konnten im Finale dabei sein. Besonders brisant war hier die Auslosung für eine der vier Gruppen geraten: Mit Peter Lischke, Michael Fechler und Jens Handwerker waren hier die drei ersten der Rangliste beisammen, dazu kam noch Andrea Baldus. Klar war die Sache bei Jens Handwerker: Nach drei verlorenen Partien stand er mit leeren Händen, konnte damit das Turnier als misslungen abhaken und ist vor allem in der Gesamtwertung weit zurückgefallen. Die - vielleicht auch für die Jahreswertung - vorentscheidende Begegnung war in der dritten und letzten Runde das Match zwischen Michael Fechler und Peter Lischke. Beide hatten bis dahin zweimal gewonnen, es ging also um weitere Punkte, den Gruppensieg, damit den Einzug in die Finalrunde und die Möglichkeit, hier nochmals den Abstand zu vergrößern. Bis zum Schluss ging es sehr knapp zu, das glücklichere Ende hatte jedoch schließlich Michael Fechler, der sich mit 9:7 Punkten gegen Peter Lischke behaupten konnte. Damit war Michael Fechler bereits vorn in der Gesamtwertung, blieb noch die Aussicht für ihn, mit einem Turniersieg den Abstand um weitere 18 Zähler zu vergrößern. Und er nutzte seine Chance: Nachdem zunächst Matthias Doering gegen ihn kein Rezept fand, gelang es auch Sabine Vogt nicht, ihn im Finale aufzuhalten. Erneuter Erfolg also für Michael Fechler nach seinem Turniesieg im März! (Mehr zu diesem Finale bei den Matchreportagen.) Und auch dies war im Blick auf die Jahreswertung ein ganz entscheidendes Match, denn Sabine Vogt - Backgammonmeisterin des Vorjahres - liegt nun auf dem dritten Platz der Rangliste. Davor mit knappen Vorsprung Peter Lischke. Beide haben zwar aktuell einen Rückstand von über 20 Punkten auf Turniersieger Michael Fechler. Beide sind aber starke Verfolger, die ihm keine Geschenke machen werden: Sabine Vogt war zweimal in der Finalrunde dabei und konnte wie erwähnt im Vorjahr die Gesamtwertung gewinnen, Peter Lischke hat in der laufenden Serie sogar ein Turnier weniger gespielt und war dabei jedoch zweimal Turniersieger. Bleibt noch das Spiel um Platz drei: Hier war Matthias Doering erfolgreich gegen Martin de Angelis.

 

Bei den Champions (12 Teilnehmer) zeigten sich am Ende des Tages wie bei den vorangegangen Turnieren in der Ergebnisübersich erneut Spieler ganz vorn, die zuvor in der laufenden Serie noch nicht groß in Erscheinung treten konnten: Michael Hager holte sich gegen Stéphane Tremet den Turniersieg, machte so einen riesigen Sprung in der Gesamtwertung und lieg nun - wohl auch für ihn völlig unerwartet - auf dem zweiten Platz. Dicht gefolgt von Klaus Jochim, Thomas Gad, Werner Frey, Stéphane Tremet und Sven Berger. Alles also sehr eng beisammen, bis auf den Mann, der seine Führungsposition behaupten und den zuvor knappen Vorsprung auf die diesmal allesamt punktlos gebliebenen Verfolger Klaus Jochim, Thomas Gad und Sven Berger ausbauen konnte: Matthias Krings. Über 20 Zähler liegt er nun vorne - und mit einem Sieg in der Consolation hätte dieser Vorteil noch größer sein können. Der ging jedoch an Tiho Zinic, der damit das Turnierergebnis vervollständigt. 

 

Sehr ungewöhnlich und bermerkenswert in diesem Jahr: Von den bisher 24 Teilnehmern bei den Champions taucht kein einziger (!) zweimal in der Ergebnisübersicht auf, d.h. die Hälfte aller Teilnehmer war im Finale dabei oder konnte die Consolation gewinnen. So gesehen darf sich sogar Tiho Zinic nach seinem Gewinn der Consolation noch Hoffnungen machen: Er liegt zwar mit 26 Punkten aus lediglich zwei Turnierteilnahmen auf dem 15. Rang und scheinbar weit zurück, wäre aber mit zwei Turniersiegen deutlich vor dem jetzigen Punktestand von Matthias Krings. Für fast jeden also noch alles drin so wie es scheint.

 

Die Ergebnisse und die aktuelle Rangliste sowie alle weiteren Informationen zum Turnier gibt es im Internet unter www.suedbaden-cup.de