Nordic Open 2016

[vso] Die Nordic Open in Kopenhagen sind eines der Master-Turniere in der Backgammonscene. Wie jedes Jahr pilgern dutzende Spieler über die Osterfeiertage nach Dänemark, um bei diesem prestigeträchtigem Turnier dabei zu sein.

 

Dieses Jahr waren es mehr als 300 Teilnehmer, die in vier verschiedenen Klassen und vielen Side-Events um die Trophäen stritten. Traditionell sind natürlich auch viele deutsche Spieler/innen am Start, erfreulicherweise waren diese auch sehr erfolgreich.

 

Im Ladies Tournament (49 Teilnehmerinnen) waren zwei deutsche Damen dabei. Hierbei konnte sich Ingrid Sonnabend aus Weilmünster, amtierende deutsche Meisterin, bis in das Finale spielen, wo sie allerdings gegen Pernille Andersen das Nachsehen hatte.

Ingrid Sonnabend (links) im Finale des Ladies Cup
Ingrid Sonnabend (links) im Finale des Ladies Cup

Ein ganz ähnliches Bild zeigte sich im Superjackpot, vier deutsche Spieler gingen im 32er Feld an den Start. Götz Hildsberg aus Köln erreichte das Finale, in dem er gegen den ehemaligen Weltmeister Jorgen Granstedt unterlag.

 

Das Team Tournament (28 Teams) konnten Martin Birkhahn, Maik Stiebler und Norbert Wiebusch gewinnen. In diesem Wettbewerb werden drei Matches simultan gespielt, wer mindestens zwei davon gewinnt kommt eine Runde weiter.

Gewinner im Team Tournament, Norbert Wiebusch, Martin Birkhahn und Maik Stiebler (v.l.n.r.)
Gewinner im Team Tournament, Norbert Wiebusch, Martin Birkhahn und Maik Stiebler (v.l.n.r.)

Das Mixed Double (52) haben Sabine Hildebrandt und Thomas Kazemieh aus Hamburg im Finale ein Norwegisches Double geschlagen und somit den Cup geholt. In der ersten Runde konnten sie Ingrid und mich ausschalten, sodass der Sieg wirklich keine Überraschung war.

Gewinner im Mixed Double. Sabine Hildebrandt und Thomas Kazemieh
Gewinner im Mixed Double. Sabine Hildebrandt und Thomas Kazemieh

Im Consultation Double Wettbewerb (65) haben die bereits eingespielten Partner Götz Hildsberg und Kimon Papachristopoulos das Halbfinale erreicht und haben dort knapp gegen Kare Aronsson und Konrad Fröschl verloren.

 

Von 7 deutschen Startern konnte sich Wolfgang Henze aus Hamburg als einziger Deutscher für die Finalrunde im Intermediate Flight (79) qualifizieren. Er war auch der einzige männliche Teilnehmer im Viertelfinale. Er fühlte sich da anscheinend sehr wohl und ließ den sieben Damen keine Chance und gewann diesen Wettbewerb.

Wolfgang Henze (Mitte) gewann den Itermediate-Flight
Wolfgang Henze (Mitte) gewann den Itermediate-Flight

Im Championship Flight (103) sind insgesamt 10 Deutsche Spieler an den Start gegangen. Auch hier wurde im Doppel-KO-System gespielt und acht Spieler konnten sich für die Finalrunde und somit das Viertelfinale qualifizieren. Ich war leider der einzige Deutsche, der das mit Hilfe der Second Chance geschafft hat. Im Viertelfinale konnte ich John Barnes aus England ausschalten, aber im Halbfinale war dann Schluss. Ich habe gegen den Dänen Michael Weile nach einer 15-9 Führung auf 19 Punkte verloren. Im Finale, das von Mike „Falafel“ Natanzon kommentiert wurde, traf dann mein Bezwinger auf Raj Jansari aus England. Raj konnte sich letztendlich in dem 21-Punkte Match deutlich durchsetzen und gewann dieses traditionsreiche Turnier im Jahr 2016.

Halbfinale Volker Sonnabend (links) gegen Michael Weile
Halbfinale Volker Sonnabend (links) gegen Michael Weile
Championship Gewinner Raj Jansari (links) aus England
Championship Gewinner Raj Jansari (links) aus England

Wie gewohnt war die Veranstaltung durch den dänischen und europäischen Backgammonverbandsvorsitzenden Steen Gronbech und seinem Team sehr gut organisiert. Bekanntermaßen ist es nicht gerade billig die Ostertage in Kopenhagen zu verbringen, aber es ist aus meiner Sicht das Geld wert. Viel Aktion rund um die Uhr, alle Klassen und Side-Events mit einer hohen Teilnehmerzahl und wie immer viele Backgammongrößen anwesend, Herz was willst du mehr.